Timelaps

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

Das Forum wurde nun aktualisiert und ist wieder komplett verfügbar.

Bei Fragen ist es immer hilfreich, möglichst viele Informationen über die eigene Hardware und auch Software mit anzugeben. Das erleichtert das Antworten.

  • Ich möchte mich mal in eine Zeitrafferaufnahme begeben. Das habe ich bisher noch nie gemacht.
    Wie sind da die Erfahrungwerte?
    Die Aufnahme wird vermutlich über 6 Stunden gehen.
    Es entstehen da ja sehr viele Bilder.
    Welcher Zeitintervall ist da zu empfehlen?
    2 Sek oder 5 Sek oder...?
    Gibt es in der Zeiteinteilung etwas zu beachten?
    Bye Uwe
    >Win 10 64, AMD FirePro W 8100, AMD 2700, 32 GB RAM,
    MSI X470 Gaming Pro Carbon,DV 16.x (free) Monitor AOC 32" + 1x 27"
    Canon 60D, Osmo Pocket, Lumix FZ 1000<
  • Das hängt nun extrem vom Motiv ab. Allein schon die Belichtungszeit ist nicht unerheblich: Wenn Du z.B. die schönen Striche von bewegten Lichtern haben möchtest, musst Du über die volle Zeit eines Bildes belichten. Wenn Du am Tag möchtest, dass bewegte Objekte völlig verwischt sind, hieße das, ND-Filter müssen her!
    Wenn Du dagegen kurze Belichtungszeiten benutzt, eignet ich das am besten für langsame, kontinuierliche Bewegungen, wie das Wandern der Sonne, langsam ziehende Wolken,Öffnen einer Blüte (ohne Wind!). Schnelle Bewegungen dagegen würden extrem springen.

    Die reine Laufzeit lässt sich ja leicht ausrechnen:
    Bei 6 Stunden hättest Du bei einem Bild alle 5 Sekunden einen Faktor 1:125 (für PAL) und somit etwas unter drei Minuten Film, genau 2:53.
  • Jo, kommt drauf an, wie gleichmäßig sich das Motiv ändert. Ich habe mal den Aufbau eines Schuppens gezeitraffert. Da muß man die Bilder individuell anpassen. Wenn da irgendwelche Fundamente für Pfeiler gegossen werden, bewegt sich 2 Stunden gar nicht viel im Bild und wenn irgendwelche bereitgelegten Balken draufgelegt werden, geht es zack, zack. Da habe ich dann lieber mehr Bilder aufgenommen aus den langsameren Passagen welche nachträglich rausgeschmissen. Und wenn man dann nachher einen 10 Minuten-Film hat und sich denkt, die Hälfte der Bilder hätte auch gereicht, weil es sich doch etwas zieht, dann verdoppelt man einfach die Abspielgeschwindigkeit.

    Hast du eine gleichmäßige Veränderung, dann kannst du auch 25 Minuten normal aufnehmen (mit 25 fps), nimmst diesen Beispielclip und spielst den per Probieren um so viel schneller ab, bis das Ergebnis deinen Vorstellungen des Zeitraffers entspricht. Aus der dann resultierenden Filmlänge bezogen auf die 25 Minuten Ursprungslänge, kannst du dann die Frequenz ausrechnen. Ist der Testclip nur noch 30 Sekunden lang ist es 1 Bild alle 2 Sekunden.

    Ist genug Speicherplatz da, würde ich aber wie gesagt lieber kürzere Intervalle nehmen und nachher was zuviel ist wegschmeißen. Das ist der Vorteil der digitalen Fotografie/Filmerei zu früher, als man sich den Gebrauch von jedem Zentimeter Film genau überlegt hat.
    Win10 Pro | i7-6700 | 32 GB RAM | NVIDIA GeForce GTX 950 | BM Intensity Pro 4K

    »Du hast den Farbfilm gegessen, mein Michael und nun kratzt dir das Zelluloid im Da ha ha ha harm…«
  • es geht mir um einen Aufbau eines Carports. Die "Akteure" sind immer in Bewegung. Es gibt quasi keinen Stillstand ;)
    Mit meinen laienhaften Vorstellungen dachte ich, dass ich halt die Camera auf einem Stativ positioniere und halt knipsen lassen.
    Ich bin mir nur nicht über die Menge an Bildern im klaren, die dann für die nachträgliche Anschau notwendig sind.
    Später soll es dann ja auch den Verlauf wieder geben.
    Bye Uwe
    >Win 10 64, AMD FirePro W 8100, AMD 2700, 32 GB RAM,
    MSI X470 Gaming Pro Carbon,DV 16.x (free) Monitor AOC 32" + 1x 27"
    Canon 60D, Osmo Pocket, Lumix FZ 1000<
  • Vergiss nicht die Akkulaufzeit mit zu berechnen, falls keine Dauerhafte Stromversorgung besteht.
    Timelaps ist wenn man es richtig machen möchte nicht einfach.
    In deiner Rechnung fehlt auch noch die Belichtungszeit, und die Speicherzeit des Bildes, jenachdem welche Cam/Speicherkarte man benutzt sollte man diese mit einberechnen.
    Es gibt einige Seiten im Netz die sich mit TL beschäftigen, Gwegener zb.
    Wenn du noch Zeit hast, Probe Aufnahmen machen.
    Bei deinem Vorhaben würde ich grob mit 4-6 FPM rechnen.
  • Neu

    Man kann sich mal versuchen vorzustellen, was da genau passiert. Die Blende öffnet sich und geht dann wieder zu. Der Weg, den die Lampen der Autos in der Zeit von Öffnen bis zum Schließen zurückgelegt haben, ist im Einzelbild als Linie zu sehen. Die Länge ist also abhängig von der Belichtungszeit und der Geschwindigkeit der Autos. Filmtechnisch ist das Ganze ja nichts Anderes als eine Bewegungsunschärfe.

    Ist nun aber die Belichtungszeit kürzer als der Aufnahmeabstand, dann ist die Blende zwischen zwei Einzelbildern um diese Differenz geschlossen. In der Zeit legt das Auto aber auch ein Stück zurück, ohne eine Linie zu hinterlassen. Das Ergebnis wäre eine gestrichelte Linie im Film.
    Win10 Pro | i7-6700 | 32 GB RAM | NVIDIA GeForce GTX 950 | BM Intensity Pro 4K

    »Du hast den Farbfilm gegessen, mein Michael und nun kratzt dir das Zelluloid im Da ha ha ha harm…«
  • Neu

    Grüß dich,

    bei deinem Fall vielleicht nicht zu 100% relevant, aber die Lichtverhältnisse ändern sich ja auch und somit gehören die Bilder im Laufe der Zeit angepasst. Für mich bleibt die Blende im Fest und ich drehe erst an der Belichtung rum und dann an der Iso falls es nicht mehr mit der Verschlusszeit ausreicht. Aber so lange es nicht vom Tag in die Nacht geht wird sich da nicht grob was ändern und Isoauto wäre wohl hier am sinnvollsten um minimal auszugleichen.

    Die QDSLR App für Holy Grail kann ich nicht empfehlen, sowas schlechtes für des Geld...einfach nur frech...

    Grüße Max
  • Neu

    Ist natürlich für Timelapse immer etwas langwierig, aber da hilft auch viel probieren. Wenn dann etwas nicht funktioniert, merkt man sich das besser und macht den Fehler nicht nochmal und die digitale Fotografie/Filmerei gibt einem beim Ausprobieren ja Möglichkeiten, bei denen man zu analogen Zeiten arm geworden wäre.
    Win10 Pro | i7-6700 | 32 GB RAM | NVIDIA GeForce GTX 950 | BM Intensity Pro 4K

    »Du hast den Farbfilm gegessen, mein Michael und nun kratzt dir das Zelluloid im Da ha ha ha harm…«