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Wie verarbeitet man am besten 50 Fps und 59,94 Fps-Clips im selben Projekt - Druckversion

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Wie verarbeitet man am besten 50 Fps und 59,94 Fps-Clips im selben Projekt - mbloh - 29-01-2026

Habe sowohl 50 fps-Clips als auch 59.94 fps-Clips die ich in ein und demselben Projekt verarbeiten muss.
Wie würde man da am besten vorgehen, dass weder das eine noch das andere Quellmaterial bei der Wiedergabe in der TL ruckelt und was passiert später beim Rendern und Exportieren des fertigen Films.

Ich habe derzeit ein 50 FPS-4k-Projekt angelegt und ziehe dort Clips mit 50 fps von meiner Canon XF605 und mit 59.94 fps von meiner DJI Mini 4 Pro hinein, was natürlich zu ruckelnder Wiedergabe der Drohnenaufnahmen führt. Habe dummer Weise vorher nicht daran gedacht, beide Geräte auf dieselbe Framerate zu matchen.

Kann ich da einfach unter Clip-Attributes "Video" die Werte der Drohnenkamera umstellen von 59.94 auf 50, oder ist das eher ein Denkfehler. Ich gehe mal nicht davon aus, dass mein Quellmaterial dadurch von 59,94 auf 50 runtergerechnet wird, bild mir aber ein, dass die Drohnenaufnahmen nun smoother wiedergegeben werden.

Aber was passiert da nu tatsächlich, dass dem so ist.

Wäre dankbar für eure Empfehlungen.

[Bild: https://i.ibb.co/B2GSwxvj/Bildschirmfoto-2026-01-29-um-18-35-02.png]


RE: Wie verarbeitet man am besten 50 Fps und 59,94 Fps-Clips im selben Projekt - Apfelnico - 29-01-2026

Exakt das kannst du tun, wenn es Wurscht ist, dass die Bewegung nun etwas langsamer abgespielt wird. Es wird nix gerechnet, alles bleibt nativ, nur die Abspielrate ändert sich, somit auch die Gesamtlänge. In Zukunft gleich mit der richtigen Rate drehen. Smile


RE: Wie verarbeitet man am besten 50 Fps und 59,94 Fps-Clips im selben Projekt - Kaumzuglauben - 29-01-2026

Mache ich auch manchmal so, wenn was nicht zusammen passt. Solange du mit der Drohne mehr oder weniger nur Landschaft aufgenommen hast, ist das völlig egal. Personen, die sich bewegen, könnten aber etwas merkwürdig daher kommen. Wobei etwas langsamer sicher besser ist, als etwas schneller.


RE: Wie verarbeitet man am besten 50 Fps und 59,94 Fps-Clips im selben Projekt - nomade - 30-01-2026

Auch von hier noch etwas Senf dazu:
Ja, das ist genau das Richtige, weil Du ja von der Drohne keinen Ton hast, der sonst etwas zu gedehnt klingen würde. Selbstverständlich vor dem Schneiden in den Clip Attributes umstellen, weil sich ja die Dauer ändert. Das kann man im Media Pool in einem Rutsch machen, indem man alle betreffenden Clips selektiert.


RE: Wie verarbeitet man am besten 50 Fps und 59,94 Fps-Clips im selben Projekt - mbloh - 31-01-2026

Schon mal Danke für eure Einschätzung und ihr bestätigt, dass ich mit meiner Annahme wohl nicht ganz falsch lag.
Noch eine Nachfrage zu der Canon XF605 in dem Zusammenhang:
meine XF605 bietet mir die Möglichkeit die Shutterzeit komplett manuell einzustellen, oder automatisch anzupassen je nach Umgebungshelligkeit (schlechteste Alternative, weil es dann "pumpt") oder die Einstellung "180 Grad".
Was genau liefert mir diese 180Grad-Einstellung? Welchen Vorteil hat sie evtl.?
Meine bevorzugte Kamera-Einstellung zum Aufnahmeformat war bisher folgende:

[Bild: https://i.ibb.co/FbzxtNMm/Bildschirmfoto-2026-01-31-um-12-39-03.png]

Sollte ich lieber versuchen, die Canon generell auf 59.94fps umzustellen oder die Drohne auf 50fps um, zukünftig sicher vor unterschiedlichen Frameraten meines Footage zu sein?

In der Canon hatte ich dann immer die Verschlusszeit fest auf 1/50 gestellt und nur mit manueller Blendenkorrektur und ND-Filter (auch wegen Tiefenschärfe und so) gearbeitet. Den ISO-Gain habe ich nur im Notfall mal auf bis zu +12dB gestellt, damit das Bildrauschen möglichst gering blieb.

Ich bin mir auch nicht sicher, ob nicht sogar 1/100 eingestellt werden müsste, wenn ich in den Format-Setups auf 50fps gestellt habe.
Kann es sein, dass die 180Grad Einstellung immer automatisch flüssigere und natürlichere Bewegungsabläufe produziert, unabhängig von der von mir gewählten Framerate?.
Solange ich keine Slowmos oder hochaufgelöste Bewegungsabläufe brauche, müsste das doch die beste Wahl sein, oder liege ich da falsch?


RE: Wie verarbeitet man am besten 50 Fps und 59,94 Fps-Clips im selben Projekt - nomade - 31-01-2026

Darauf gibt es keine einfache Antwort. 
Bei der 'klassischen' Filmfrequenz von 24 fps geht man von einer Belichtungszeit von der Hälfte der Dauer eines Bildes aus, also 1/48 Sekunde. Das sind die 180 Grad, weil frühe Filmkameras eine Umlaufblende hatten. An diese Belichtungszeit haben wir uns aus all unseren Filmbetrachtungen gewöhnt, auch wenn es im europäischen TV 25 Bilder/Sek. waren (also 1/50 Sek.). Dieser Unterschied ist nicht zu sehen.
Bei den heute möglichen Filmfrequenzen kann man diese Regel beibehalten, was dann bei 50 fps zu 1/100 Sek. würde. Im Grunde könnte man aber bei wenig Licht auch 1/50 nehmen, denn erlaubt ist dann, was gefällt.
Ob Du Dich mit der Canon an die Drohne anpasst oder umgekehrt, hängt von der Netzfrequenz ab. Mit dem amerikanischen Wert von 59,97 wirst Du wahrscheinlich bei Kunstlicht flackern bekommen. Mit der Drohne hast Du ja vermutlich nicht drinnen gefilmt, und bei Tageslicht spielt es keine Rolle.
Anpassung an zu viel Licht per ND ist die richtige Vorgehensweise, um die Ästhetik unter Kontrolle zu haben.