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Qualität - Performance - ProRes - DNxHR
#1
Hallo zusammen,

nach jahrelangem Kampf gegen Performanceprobleme bin ich vor kurzem auf eine Lösung gestoßen, die möglicherweise dem ein oder anderen bekannt ist, aber die m.E. nirgendwo so richtig klar kommuniziert wird. Deswegen möchte ich das hier mal vorstellen, bzw. zur Diskussion darüber anregen.

Bei Performanceproblemen beim Schnitt gibt es zahlreiche Tipps wie z.B. Timeline-Auflösung reduzieren, Playback-Auflösung reduzieren, optimized media, Proxydateien, Smart Rendern und ein paar andere mehr. Der für mich größte Vorteil lag (und liegt) in Proxydateien. Ich habe bisher immer halbe Auflösung (was im Vollbild teilweise nicht so ansehnlich war) und DNxHR_SQ genommen. DNxHR, weil, wie man immer hört, das für Windows ist und ProRes für Apple. Das habe ich als Fakt wahrgenommen und als Windows-User nicht weiter hinterfragt.

Mit DNxHR_SQ konnte ich leben, aber so Sachen wie Noisereduction und insbesondere Speedwarp haben meinen PC trotz DNxHR_SQ in halber Auflösung soweit zum Erliegen gebracht, dass diese Funktionen praktisch nicht anwendbar waren, bzw. nur als letzte Aktion vorm Ausrendern aktiviert werden konnten.

Da ich nicht nur mit einer Vollformatkamera filme, sondern z.B. auch mit einer 360 Grad Kamera (Insta360 X4) wurde ich vor kurzem darauf hingewiesen, die im Insta360-Studio reframten Clips nicht als H.264 oder H.265 zu exportieren, da sie bei weiterer Verarbeitung, also beim Schnitt in Davinci, erneut dekodiert und wieder kodiert werden müssen und dabei erheblich an Qualität verlieren. Das bessere Ausgabeformat aus Insta360 Studio wäre stattdessen ProRes. Kurz stutzig geworden, da ich ja als Windows-User, wie ich dachte, mit ProRes nichts anfangen kann, habe ich es trotzdem mal probiert.

Für die Kenner natürlich keine Überraschung (für mich schon): es funktionierte in Davinci Resolve (Studio) tadellos. Die Qualität der reframten Insta360 X4 Clips war nach dem Ausrendern (dann in H.265) sichtbar besser, als bei meinem früheren Workflow (zwei mal Wandlung H.265).

Dann kam mir die Idee, auch meine Clips der Vollformatkamera für den Schnitt in Davinci in ProRes Proxydateien umzuwandeln. Das bringt in diesem Fall natürlich nichts für die Qualität, denn die Clips sind im H.265 Format und werden auch so wieder ausgerendert. Aber beim Schnitt mit den ProRes Proxydateien habe ich mein blaues Wunder erlebt: alles lief rund zwei bis viermal schneller. Noisereduction läuft fast in Echtzeit (6k 30 FPS). Speedwarp (AI better) läuft bis zu 4 mal so schnell wie bei DNxHR-Proxies. Und die hatten sogar nur die halbe Auflösung. Tests mit halber ProRes Auflösung habe ich noch gar nicht gemacht.

Überrascht und glücklich, dass meine Performance-Probleme nun weitestgehend gelöst sind, frage ich mich nun, warum ProRes gegenüber DNxHR soviel schneller in Davinci läuft und warum ich im Meer der Performance-Tipps (z.B. auf Youtube) noch nie davon gehört habe, dass es auch problemlos für Windows-User einsetzbar ist.

Vielleicht liegt es daran, dass ich alles was mit ProRes zu tun hatte, weggeklickt habe, weil sich im Hirn festgesetzt hatte, dass das nichts für Windows ist.

Ich hoffe, dass dieser Beitrag dem ein oder anderen Windows-User hilft, der in die gleiche Falle getreten ist, wie ich. Apple-Usern sind die Vorteile von ProRes sicher bekannt. Für mich ist es brandneu, obwohl ich ProRes natürlich seit Jahren vom Hörensagen kenne.
Gruß
Peter

HW: i7 9700K, 32 GB RAM, GeForce RTX 5070 TI, 2TB M.2
SW: Windows 11 Home, Davinci Resolve Studio 21.0.4
Kameras: Lumix S5 II mit 20-60mm, 70-300mm u. 50mm, GoPro Hero 10, DJI Mini 3 Pro, Insta360 X4
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#2
Danke Peter,
ich habe jetzt auch mal ein wenig im Internet gesucht. Offensichtlich hat Blacmagic Design im letzten Jahr einiges dafür getan, dass Apple ProRes vollständig in Davinci Resolve integriert und optimiert wurde. Ich hatte mich schon gewundert, dass Apple ProRes auf einmal auch auf Linux funktionierte.

Das hat mir die Ki dazu ausgespuckt:

[*]März 2025 (DaVinci Resolve 19.1.4): Blackmagic Design brachte das offizielle Apple ProRes Encoding (Schreiben) nativ auf Windows- und Linux-Systeme. Zuvor war das Rendern von ProRes ohne Drittanbieter-Plugins oder Hacks dem Mac vorbehalten. Hierzu lizensierte Blackmagic die offizielle Technologie über Apples Photon SDK, was für eine extrem performante, standardkonforme und fehlerfreie Integration sorgt.

September 2025 (DaVinci Resolve 20.2): Nach jahrelangen technischen und lizenzrechtlichen Debatten wurde schließlich auch nativer Support für das Dekodieren von Apple ProRes RAW (und ProRes RAW HQ) hinzugefügt. Clips in diesem Format können nun plattformübergreifend (macOS, Windows, Linux) ohne vorherige, zeitaufwändige Konvertierung direkt in die Timeline gezogen und tiefenoptimiert wiedergegeben werden.
L.G. Markus

PC: B550 Tomahawk, Ryzen7 5800x, 48GB DDR4 3200MHz, RTX 4070, Monitor Dell UltraSharp U2515H  Linux Mint 22 
NB: Lenovo Legion 5 Pro Serie 7, I7-12700H 32GB Ram, RTX 3060 6GB Vram, Windows 11 Home 24H2 / Ubuntu
Davinci  Resolve Studio 21.x
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#3
Hallo Markus,

ah, das erklärt natürlich einiges. Ich wusste nicht, dass das erst seit rund einem Jahr so ohne weiteres möglich ist.
Auf jeden Fall begeistert mich die Performance von ProRes, ohne genau zu wissen, das da hinter steckt. Das könnte man sich natürlich auch anlesen oder von einer KI erklären lassen. Aber ehrlich gesagt, brauche ich das ja auch gar nicht so genau zu wissen, weil die Anwendung so problemlos ist.

Ich bin in Sachen Reframing mit dem Insta360 Studio auf ein Video getroffen, wo eindrucksvoll gezeigt wurde, dass es unklug ist, dort mit H.265 zu exportieren, wenn man diese reframeten Clips weiter verarbeiten und dadurch erneut dekodieren/codieren muss, was zu mehr Artefakten und damit Verlusten in der Bildqualität führt. Diese Verluste werden bei einem Export im ProRes-Format minimiert. Ansonsten wäre ich erstmal nicht auf ProRes gekommen.

Dass nun bei Proxyclips in ProRes ein wesentlicher Performance-Vorteil gegenüber DNxHR zu verzeichnen ist - zumindest nehme ich das so wahr - scheint mir irgendwie noch nicht groß bekannt zu sein. Das liegt vielleicht auch da dran, dass nur wenige mit Proxies arbeiten. Mit meiner alten RTX 3060 TI und den 6K Clips aus meiner Lumix S5II war ich an einem Punkt, wo es ohne Proxies nicht mehr ging, und zwar gar nicht mehr. Allenfalls noch in HD.

Mit dem Upgrade auf die RTX 5070 TI war es dann zwar besser, aber schon bei kleineren Bearbeitungen fing es wieder an zu stocken. Also bin ich wieder bei den Proxies gelandet. Und selbst da (mit DNxHR_SQ), und selbst mit halber Auflösung lief bei weitem nicht alles flüssig.

Z.B. lief Noisereduction mit etwa 6 bis 8 FPS. Eben mit ProRes getestet, kam ich auf 20 bis 24 FPS, also schon beinahe flüssig.

Natürlich sieht das bei jedem anders aus und diese 6K30 H.265 aus meiner Lumix sind schon echt fies. Aber egal was und wie - wer Performance-Probleme hat, dem kann ich nur empfehlen, es mal mit ProRes zu probieren.
Gruß
Peter

HW: i7 9700K, 32 GB RAM, GeForce RTX 5070 TI, 2TB M.2
SW: Windows 11 Home, Davinci Resolve Studio 21.0.4
Kameras: Lumix S5 II mit 20-60mm, 70-300mm u. 50mm, GoPro Hero 10, DJI Mini 3 Pro, Insta360 X4
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#4
Grundsätzlich wundert mich das erstmal, aber meine persönlichen Erfahrungen mit Windows liegen etwas zurück, obwohl selbstverständlich viele Studierende hier Windows-Rechner haben.
Eigentlich sind beides I-frame Formate, die ähnliche Last auf dem Rechner zeigen sollten, und selbstverständlich wesentlich weniger als Long-GOP. Bei ähnlicher Datenrate sind sie auch qualitativ vergleichbar. Ein weiterer Kandidat zum Testen wäre CineForm, von dem viele unter Windows sehr angetan sind.
Auf einem modernen Mac ist ProRes allerdings noch viel schneller, da die M-Rechner seit einiger Zeit neben H.264 und H.265 auch für ProRes dedizierte Hardware besitzen.
Hier noch ein ausführlicher Artikel, den ich mal für Studies geschrieben habe:
https://drive.google.com/file/d/1WW-h6ii...sp=sharing
- MacBook M1 Pro unter Sequoia 15.7.9
- Resolve und Fusion Studio 21.1
- Mac mini M4 Pro unter Sequoia 15.7.9
- Sandbox MacOS mit Golden Gate 27.0
- UHD Monitoring per eGPU-Box mit Xiaomi G34WQi Monitor (kalibriert)
- Blackmagic Pocket HD, UMP 4.6 G1 und Sony Alpha A7 IV
- DJI Mavic Air 2
- iPhone 15 Pro Max
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#5
Hi,

also ich arbeite schon mehrere Jahre (auf Windows PC) mit ProRes als bevorzugtes "Austauschformat" zwischen unterschiedlichen Programmen - z.B. meinem bisher genutzten NLE und Fusion Studio. ProRes ist halt ein von vielen Anwendungen unterstützter Codec und relativ verlustfrei. Genau deshalb eignet es sich eben dafür sehr gut.
DNXHD/HR stammt ursprünglich von AVID und hat das gleiche Ziel wie ProRes, ist auch (genau wie ProRes) von div. TV-Sendern für die Postproduktion zugelassen.

Von der Performance her sollte es eigentlich zwischen beiden Codecs keine großen Unterschiede geben, denn beide werden (auf Win Systemen) über die CPU de-/encodiert. Eine Hardswarunterstützung gibt es da bisher nicht. Diese gibt es eben nur bei Apple. Insoweit wundert es mich schon, dass hier solche Unterschiede bei Dir bestehen.

Da es aber halt - wie bei jedem anderen Codec - auch  noch jeweils unterschiedliche "Einstellungen" innerhalb der Encodierung der jeweiligen Codecs gibt, könnte hier der Unterschied herkommen. Dazu müsste man halt die erzeugten Dateien vergleichen.

Aber aus meiner Sicht spricht halt nichts gegen ProRes auf Windows.


Gruß
Peter
Hardware: ASUS Prime X299-A II, i9-10980XE, 64 GB, Nvidia RTX 2080Ti, RME Fireface 400, BMD UltraStudio 4K Mini
Software : Win 11 Pro,  Fusion / Resove Sudio 21, EDIUS 11 WG, Cubase Pro, WaveLab Pro, Spectral Layers Pro
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#6
Hallo zusammen,

ja, ich bin ja auch überrascht von dem Performancegewinn und habe da erstmal keine Erklärung für. Meine Vergleiche sind natürlich nicht technisch genau gemessen. Da gibt es ja einige Einflussgrößen. Ob es nun doppelt oder 4 mal so schnell läuft, ist ja auch zweitrangig - Tatsache ist, dass es flotter läuft. Ich muss da aber noch mal weitere Tests machen.

Was mir nämlich inzwischen eingefallen ist: zwischen den beiden Tests mit DNxHR und ProRes liegt ein Update, ich glaube von 21.0.3 auf 21.0.4. Mir ist da vor ein paar Tagen schon aufgefallen, dass die neue Version besser läuft. Wieviel da jetzt vom Update kommt und wieviel von ProRes muss ich nochmal testen. Aber es würde mich wirklich überraschen, wenn das letzte Update so eine massive Verbesserung gebracht hat. Solche Sprünge habe ich auf jeden Fall so noch nicht erlebt. Ich werde berichten.
Gruß
Peter

HW: i7 9700K, 32 GB RAM, GeForce RTX 5070 TI, 2TB M.2
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#7
So, es hat mir keine Ruhe gelassen und ich habe es nochmal genau getestet.
Fazit vorab: DNxHR und ProRes als Proxies sind in etwa gleich schnell.

Der Performancegewinn scheint ausschließlich auf das Davinci Resolve Update zurückzuführen sein. Ich hatte von 21.0.2 auf 21.0.4 ugedatet. Die 21.0.3 habe ich ausgelassen.
Dazwischen gab es auch noch ein Grafikkartentreiber-Update - keine Ahnung, ob das auch Einfluss hatte.

Auf jeden Fall habe ich zwischen zwei (kleineren) Versionsupdates noch nie so einen Performancesprung gesehen. Da hat BM offensichtlich genau den wunden Punkt getroffen, der mein System zuvor so ausgebremst hatte.

Ich werde es in Zukunft nochmal weiter testen, welches Format mir nun den besten Mehrwert bringt. Fakt bleibt aber, dass ein Export aus Insta360 Studio in ProRes deutlich besser ist als H.265 - aus Qualitätsgründen. Das war ja der eigentliche Anlass, mich mit ProRes zu beschäftigen.
Gruß
Peter

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#8
(05-09-2026, 12:12 12)Kaumzuglauben schrieb: Ich werde es in Zukunft nochmal weiter testen, welches Format mir nun den besten Mehrwert bringt. Fakt bleibt aber, dass ein Export aus Insta360 Studio in ProRes deutlich besser ist als H.265 - aus Qualitätsgründen. Das war ja der eigentliche Anlass, mich mit ProRes zu beschäftigen.

Also, solange Du mit dem Material nur in Resolve bleibst, wirst Du zwischen diesen beiden Codecs kein Unterschiede oder einen Mehrwert eines der Codecs feststellen. Insoweit wäre es eher egal.
Interessant könnte es nur sein, wenn Du halt ein Austauschformat mit einer anderen Anwendung   benötigst, oder schon entspechendes Material von anderer Seite geliefert bekommst. Dann sollte man halt den Codec nutzen der dort verwendbar ist, oder geliefert wird um  weitere unnötige Wandlungen zu vermeiden.

Wenn Du also schon ProRes aus diesem Instra360-Studio, dann solltest Du (aus meiner Sicht) auch die Einstellungen in Resolve alle auf ProRes auslegen.
Sonst müsste u.U. ein weiterer Codecwandel. erfolgen. Und auch wenn sowohl DNxHR und ProRes relativ verlustfrei sind, ist das aber ungünstiger.

Und natürlich ist es besser ein stark verlustbehaftetes Material wie H.265 vor einer Bearbeitung, bzw. im Rahmen einer Vorberarbeitung in Instra360 Studio in einem in der Postproduktion besser zu verwertenden Codec wie ProRes oder DNxHR zu wandeln, bzw. auszugeben. Denn neben der besseren Verarbeitbarkeit im NLE (geringere Belastung des Rechners) erhältst Du Dir damit halt die vom ursprünglichen Quellmaterial gelieferte Qualität. 


Gruß
Peter
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#9
(05-09-2026, 14:17 14)gurlt schrieb: Wenn Du also schon ProRes aus diesem Instra360-Studio, dann solltest Du (aus meiner Sicht) auch die Einstellungen in Resolve alle auf ProRes auslegen.
Sonst müsste u.U. ein weiterer Codecwandel. erfolgen. Und auch wenn sowohl DNxHR und ProRes relativ verlustfrei sind, ist das aber ungünstiger.

Ich verstehe nicht genau, was du mit weiterem Codecwandel meinst. Ich habe bisher aus Insta360 Studio in H.265 exportiert und dann in Davinci geschnitten (zusammen mit anderem Material) und am Ende in H.265 ausgerendert. Also 2 verlustbehaftete Wandlungen. Jetzt exportiere ich aus Insta mit ProRes (weil es als einzige Alternative zu H.264 / H.265 angeboten wird. Dadurch habe ich weniger Verluste. In Davinci ist es dann ja völlig egal, in welchem Format alles andere vorliegt. Am Ende geht (bei mir) alles mit H.265 raus. Was zwischendurch mit den Proxies veranstaltet wird, hat ja keinerlei Einfluss auf die finale Qualität, sondern allenfalls auf die Verarbeitungsgeschwindigkeit beim Schnitt.
Gruß
Peter

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#10
(05-09-2026, 14:48 14)Kaumzuglauben schrieb:
(05-09-2026, 14:17 14)gurlt schrieb: Wenn Du also schon ProRes aus diesem Instra360-Studio, dann solltest Du (aus meiner Sicht) auch die Einstellungen in Resolve alle auf ProRes auslegen.
Sonst müsste u.U. ein weiterer Codecwandel. erfolgen. Und auch wenn sowohl DNxHR und ProRes relativ verlustfrei sind, ist das aber ungünstiger.

In Davinci ist es dann ja völlig egal, in welchem Format alles andere vorliegt.

Jein,

die Einstellungen in Resolve beziehen sich ja entweder auf die Proxy-Erstellung - die Du mit ProRes-Material halt wohl nicht mehr benötigst - oder aber um interne Rendereinstellungen. Also z.B. dann, wenn Du bestimmte Effekte anwendest, Fusion nutzt, oder bei einigen Nods aus dem Colorbereich.

Diese Renderdateien sollten dann zwar auch nicht für den Expoirt genutzt werden (wenn man alles richtig einstellt), aber hier könnte es eben dazu kommen, dass dann unnötigerweise vorhandenes ProRes zu DNxHR umgewandelt wird, statt einen Effekt in ProRes "einzurechnen". Wirklich "passieren" würde jetzt dabei auch nichts. Aber es ist halt eine unnötige Wandlung, die immer mit einem gewissen Qualitätsverlustverbunden sein kann.

Und da Du eben sowieso schon aus vernünftigen Gründen mit ProRes arbeitest, solltest Du halt auch einfach bei diesem Format bleiben.

Gruß
Peter
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