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Neuer PC | Geeignetes Setup gesucht | Partionieren | Multi Boot mit Linux und Windows | DaVinci
#9
Zunächst noch zum Dualboot auf EINER SSD -
ist da Windows10 tatsächlich so "angriffslustig", dass es auf Linux-Partitionen, die es (sofern diese nicht bewusst auf NTFS formatiert wurden) ja regulär gar nicht lesen kann, zugegriffen wird, das wäre mir ehrlich gesagt neu. Das einzige Problem, das ich bei einer Multiboot-Installation mal hatte war ein Eingriff eines Adobe-Programmes (!) auf den Bootbereich der SSD. Dieses erzeugte einen Eintrag, der dann den Linux-Bootlader straucheln ließ. Aus Schaden klug geworden lief dann künftig ein Programm mit, dass Adobe diesen Mist abgewöhnte. Dieses war auch einer der Gründe, warum ich mittlerweile, nach immerhin rund 20 Jahren Nutzung zahlreicher Adobe-Programme und -versionen dann doch ein wenig allergisch gegen deren Software wurde. Aber Dank Cloud-Abo hat mich Adobe sowieso nach der CS6 als Kunden verloren. Ich habe denen auch so über die Jahre reichlich Geld hinterhergeworfen, irgendwann ist auch mal gut.

Der einzige weitere Grund einer getrennten Festplatte für eine Installation war der Test einer originalen CentOS-Installation direkt von Blackmagicdesign. Diese installiert sich, wenn man es nicht wirklich händisch ändern möchte, dann schon mal auf die GANZE Platte mit ganz spezieller Partitionierung. Dies mag auch für andere Linux-Distributionen gelten und dann gebe ich Harri recht, ist, zumindest während der Installation, die Trennung anderer Festplatten vom System manchmal nicht die schlechteste Idee.

Ich fahre nun seit mittlerweile über 10 Jahren die debian/ubuntu-Schiene und werde trotz immer mal wieder gerne durchgeführten Tests mit anderen Distributionen, die gerade beliebt sind oder besondere Vorteile haben sollen, bislang nicht mit anderen Distros so recht warm.

Als Systemplatte habe ich in meinen Rechnern je eine 1TB- bzw. 2TB-SSD verbaut, die dann aber wirklich nur für die Systeme da ist, alle anderen Platten im oder am Rechner sind dann reine Datenplatten.
Es befindet sich dann Win7 oder Win8 auf der/den ersten Partitionen (die Windows ja selbst entsprechend anlegt), auf weiteren Partitionen, die ich dann zumeist im ext4-Format vorliegen haben, können dann schonmal noch 3-4 parallele Linux-Installationen vorliegen. Zum einen Teste ich eine neue Version durchaus mal, ehe ich mein "Produktivsystem" upgrade. Zum anderen kann ich so auch völlig gefahrlos verschiedene Versionen von Resolve testen, ohne aktuelle Schnittprojekte zu gefährden, die zunächst auf dem "Hauptsystem" weiterlaufen. Die verschiedenen Installationen kamen sich dabei nie ins Gehege, solange ich nicht das (auf eigener Partition derselben SSD liegende) home-Verzeichnis unbedingt für ALLE Installationen GEMEINSAM nutzen wollte, was aber nur bedingt Sinn machen würde.
Über die letzten 10 Jahre kam sich da nie was in die Quere. Aber dennoch interessieren mich eure Bedenken in Sachen Partitionierung der System-SSD, auch wenn ich sie im Moment nicht teile. Gerne lese ich von euch mehr über die Hintergründe dazu.

Zu Adobe - dann wollt ihr im Zweifel das Cloud-Abo nutzen und damit (zwangsläufig) unter Win10 weiterschneiden? Wäre dann nicht eine Resolve-Lizenz für rund 300 EUR günstiger, mit der dann SYSTEMUNABHÄNGIG (!) gearbeitet werden kann und das sogar parallel?

Zu WINE: Da kannst Du mich gerne ausfragen, ich trage seit geraumer Zeit auch zu deren App-Datenbank bei, indem ich meine Software dort eintrage, jedenfalls jene, die ich unter Linux am Laufen habe. Aber - ich denke mit einem Adobe-Cloud-Abo wirst Du mit der Lösung eher nicht glücklich. Da bleib dann lieber nativ unter Windows oder wechsle die Software. WINE ist eher eine Notlösung, die dann aber schonmal keine Windows-Lizenz benötigt, und einige Programme komplett ohne merkliche Einbußen direkt unter Linux laufen lassen kann. Adobe-Programme sind aufgrund ihrer Komplexität da oft schwierig zum Laufen zu bekommen, aber es ist tatsächlich möglich. Und in meinem Falle konnte ich das einzige Adobe-Programm, das ich aktuell noch nutze (eben Adobe Encore CS6) interessanterweise mit stabilerer Leistung als unter nativem Windows8 auf demselben Rechner zum Laufen bringen. Hast Du parallel noch ein Windows auf dem PC, so ist es eine Frage der Bequemlichkeit, ob Du mit WINE arbeiten möchtest, ich aber nutze es gerne, da ich dann prinzipiell weiterarbeiten kann, ohne das BS wechseln zu müssen. Und gerade ältere Software, die manchmal noch für die Zwecke ausreichen würde, kriegst Du unter Win10 auch nicht, wenn überhaupt, ohne Handstände installiert oder zum Laufen. Da ist WINE herrlich unkompliziert.
Kurz gesagt - WINE ist KEIN vollwertiger Windows-Ersatz, aber ermöglicht sehr wohl die nahtlose Integration des einen oder anderen Windows-Programmes direkt unter Linux.

Unter Win7/8 habe ich eine seit vielen Jahren zur vollsten Zufriedenheit laufende AV-Lösung, da ich aber alle Windows-Installationen mittlerweile kaum noch ans Internet lasse, gar keine weitere Security-SW darauf. Ohnehin enden die meisten Bootvorgänge sowieso seit Jahren unter Linux, sodass ich mich mit Windows nur noch in seltenen Fällen ernsthaft befasse.

Bei Fragen zu Resolve unter Linux, klar, stehe ich gerne zur Verfügung. Habe da schon auf 4 verschiedenen PCs zahllose Installationen hinter mir (darunter 2 Laptops, die aber beide zu schwach ausgestattet waren, um vernünftig damit arbeiten zu können).

Grüße,
Cy
Video-PC: AMD Ryzen Threadripper 32-Core, 128 GB DDR4, 2x NVidia GeForce GTX1080 Ti 11GB, 1TB NVMe, 2TB SSD, 2x 6 TB WD Black, Resolve Studio 19.1.3 unter LinuxMint 22.1
Allround-PC: AMD Ryzen 9 7900X, 64GB DDR5, NVidia GeForce RTX2070 8GB, Resolve Studio 19.1.3 unter LinuxMint 22.1
Laptop:  Acer Aspire A715-51G, 64 GB RAM, NVidia GeForce RTX3050 4GB, Resolve Studio 19.1.3 unter LinuxMint 22.1 / debian 12 (bookworm)
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[Kein Betreff] - von _a#dabei - 18-11-2019, 00:31 0
[Kein Betreff] - von KailaM - 18-11-2019, 11:36 11
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