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Moin zusammen,
seit einigen Wochen beschäftige ich mich mit Davinci Resolve, da ich mit meinem alten (uralten!) Schneideprogramm Sony Vegas 13 zunehmend Probleme hatte. So kam ich auf Empfehlung eines Freundes zu Davinci.
Da in den nächsten Tagen ein größeres Videoprojekt ansteht, habe ich ein paar Fragen zum Umgang mit Davinci.
Ich möchte einen Film für einen runden Geburtstag schneiden, der sehr viel Einzelmaterial enthalten wird. Unter anderem auch Ausschnitte aus Hi8-Videobändern. Das sind 24 Kassetten zu je einer Stunde. Die Bänder habe ich bereits vor einigen Jahren digitalisiert.
Ich habe schon mal ein Projekt mit den Bändern gemacht und einzelne Szenen daraus genommen. Damals habe ich jedes Band einzeln in Sony Vegas geöffnet, die gewünschte Szene freigeschnitten (alles davor und dahinter gelöscht) und gerendert. Dann wieder auf das komplette Video zurück und die nächste Szene gesucht und gerendert. Das dauerte eeewig. Welche Möglichkeiten gibt es hier? Ich habe was von Stringout gelesen, weiß aber nicht, ob das das richtige für mich ist, weil das ja bedeuten würde, dass alle kompletten Bänder im Zugriff liegen müssten. Das sind allein für die Bänder über 200 GB und so groß ist meine Arbeits-SSD nicht. Und mit der Übersicht bin ich mir auch nicht sicher. Ansonsten könnte ich das analog zu damals in Vegas machen, nur dass ich die Clips alle in der Timeline freischneide und dann die Timeline als Einzelclips rendere. Das müsste ich dann 24 mal (für jedes Band) machen. Habt ihr weitere Ideen?
Nächste Frage zum Seitenverhältnis: Die Bänder liegen in 4:3 vor und der Film soll später in 16:9 sein.
Damals habe ich die Videospur dupliziert, drunter gelegt, auf 16:9 aufgezogen und unscharf gemacht. So kennt man das aus Hochkant-Videos, die im TV gezeigt werden. Das fand ich eigentlich ganz schick, denn ein Crop kommt nicht in Frage, weil einfach zu viel Bild verloren geht. Jetzt habe ich was von „Superview“ gelesen. Da werden die Ränder oder bestimmte Bereiche verzerrt, richtig? Taugt das was für diese alten Home-Videos, oder ist das eher was für Action-FPV?
So viel erst mal zu meinen Fragen. Vielleicht hat ja jemand etwas Ähnliches gemacht und teilt diese Erfahrung.
Viele Grüße
Hennu
Nicht mehr der schnellste, aber für 1080p reicht es noch:
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(19-08-2025, 12:38 12)Hennu schrieb: Das sind allein für die Bänder über 200 GB und so groß ist meine Arbeits-SSD nicht.
Dann tu dir ein Gefallen und kaufe eine externe SSD, die du per USB3.1 oder besser USB-C ansteckst. NVMe sind schnell, aber auch ein älteres Fabrikat per SATA->USB geht problemlos für deine Files. Nur mit mechanischen Festplatten würde ich nicht mehr rumrödeln. 2TB sollten doch ausreichen, kostet nicht die Welt.
Zitat:Nächste Frage zum Seitenverhältnis: Die Bänder liegen in 4:3 vor und der Film soll später in 16:9 sein.
Damals habe ich die Videospur dupliziert, drunter gelegt, auf 16:9 aufgezogen und unscharf gemacht.
Ein üblicher Weg. Das oben aufliegende Video vielleicht noch leicht beschneiden und geringfügig aufskalieren (damit analoge Austastlücke nicht mehr zu sehen ist) und mit leichtem weichem Schatten versehen. Für so etwas gibt es auch fertige Effekte, dann braucht man das Konstrukt nicht selber basteln. Aber völlig korrekt so.
Edit1: Mac Studio M3 Ultra 256GB RAM, UltraStudio 4K Extreme 3, Promise Pegasus32 R8 96 TB lokal via Thunderbolt
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• Hennu
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Danke schon mal!
Ja, an eine externe Platte hatte ich auch schon gedacht, allerdings glaube ich, dass der Flaschenhals dann nur verschoben wird. Meine Hardware ist nicht mehr auf dem neusten Stand:
i7 7700K, GTX 1070Ti, 16 GB DDR4 RAM und 500 GB System-NVMe, auf der noch ca. 150 GB fürs Projekt frei sind.
Aber abgesehen von der Hardware: Wie würdest du mit solch langen Bändern umgehen? Meine Idee zum Projekt ist, dass ich die Bänder sichte und potenziell interessante Szenen speichere, die ich dann später in der Projekt-Timeline einfüge. Der Film soll nicht chronologisch sondern nach Themen sortiert sein, also zum Beispiel "Familie", "Feiern", "Urlaub" und so weiter. Ich müsste die Szenen also auch benennen oder verschlagworten können.
Das hab ich damals eben so gelöst, dass ich die Clips einzeln gerendert, im Explorer benannt und in Ordner gelegt habe. Von da dann in die Timeline. Habe aus Ressourcen-Gründen den Film in einzelne Teile unterteilt (z.B. "Urlaube") und separat gerendert. Später dann nur noch die Teile aneinandergefügt. Nachteile dabei: Ich konnte die einzelen Ausschnitte aus den Bändern nicht mehr verlängern und im Endeffekt habe ich sie 3 mal gerendert.
Zum Seitenverhältnis-Thema: Von dem Stretchen mit Superview war ich jetzt erst mal nicht so begeistert. Das sah schon ziemlich unschön aus und erfordert viel Geschiebe an den Reglern. Habe dann den Effekt Blanking Fill entdeckt und damit etwas rumgespielt. Das scheint genau das zu sein, was du beschrieben hast und was ich damals über Umwege selber gebastelt habe, richtig?
Generelle Frage: Sollte man solche Effekte auf den Clip legen oder mit Adjustment-Layer arbeiten? Wenn Letzteres: Wie kann ich beim Rendern von Einzelclips dafür sorgen, dass der Adjustment Layer mit dem Clip zusammen gerendert wird?
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(20-08-2025, 08:49 8)Hennu schrieb: Ja, an eine externe Platte hatte ich auch schon gedacht, allerdings glaube ich, dass der Flaschenhals dann nur verschoben wird. Meine Hardware ist nicht mehr auf dem neusten Stand:
Warum sollte die Externe zum Flaschenhals werden? Da sind die originalen Clips drauf und werden nur gelesen.
Flaschenhals bleibt auf deinem PC/Notebook die interne Fesplatte.
Hierauf speicherst du ja das ganze "Davinci Resolvezeug" (siehe Einstellungen).
Ist hier nur Render Cache aktiviert dann läuft die Festplatte "über"
Gruß Harry
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(19-08-2025, 18:09 18)Apfelnico schrieb: Zitat:Die Bänder liegen in 4:3 vor und der Film soll später in 16:9 sein.
Damals habe ich die Videospur dupliziert, drunter gelegt, auf 16:9 aufgezogen und unscharf gemacht.
Ein üblicher Weg. Das oben aufliegende Video vielleicht noch leicht beschneiden und geringfügig aufskalieren (damit analoge Austastlücke nicht mehr zu sehen ist) und mit leichtem weichem Schatten versehen. Für so etwas gibt es auch fertige Effekte, dann braucht man das Konstrukt nicht selber basteln. Aber völlig korrekt so.
Je nach Inhalt kann man das unscharfe Hintergrundvideo auch noch etwas abdunkeln. Einerseits macht dies das Gesamtbild etwas ruhiger, andererseits werden so gewissermassen die Pillarbox-Balken leicht angedeutet. Allenfalls beim 4:3 Video rechts und links den Rand auf weich stellen.
Persönlich nutze ich diesen Effekt eigentlich nur bei 4:3 Ausschnitten innerhalb eines nativen 16:9 Videos. Filme die komplett 4:3 sind, lasse ich so.
Ganz generell bei der Bearbeitung von 4:3 Material unbedingt auf die PAR (Pixel Aspect Ratio) achten! Je nach Verarbeitungsweg ist da schnell ein Fehler drin und man hat leicht gestauchte Bilder. Auch Davinci geht meiner Erfahrung nach, nicht immer korrekt damit um.
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Ja, gibt unterschiedlichste Varianten. Unlängst in einer Produktion habe ich folgendes gemacht, um sehr gezielt darauf vorzubereiten, Achtung, jetzt kommt Archivmaterial:
Etwa zwei Sekunden vor dem Archivmaterial in 4x3 schiebt sich von außen ein schwarzer Kasch ins Bild und befindet sich ab Archiv auf deren Position. Dito umgekehrt am Ende, bzw. auf dem nachfolgenden 16:9 Material. Sehr einfacher, effektiver Übergang ohne Schnickschnack.
Zu sehen übrigens morgen, Montag im NDR-Fernsehen.
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/u...-7826.html
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• nohae
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Den Effekt finde ich persönlich auch am besten. Das ganze Gefussel an den Seiten stört doch nur!
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Ja gefällt mir auch am Besten ohne Schnickschnack. Ok, es ginge noch einfarbig in einer zum Video harmonischen Farbe. Bei einer fröhlichen Familienfeier vielleicht eine Option, bei offiziellen Sachen doch lieber dezent.
Ansonsten beim Sichten ist vielleicht eine Möglichkeit bei langen Videos, die durchzugucken, an interessanten Stellen In- und Outpoints zu setzen und Subclips zu erstellen. (Alt + B glaub ich oder rechts anklicken und "Create Subclip") Das ist im Prinzip wie Clips aus dem Rohmaterial schneiden, nur etwas einfacher in der Handhabung.
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