28-09-2019, 07:33 7
Moin Holger,
das Gute ist ja, Du musst Dich ja nicht auf den Standpunkt Entweder-Oder stellen. Ich habe seit Anbeginn meiner Linux-Zeit nach wie vor Dual-Boot mit Windows auf meinen PCs. Zwar starte ich inzwischen zu 98% immer nur Linux, dennoch blieb für vereinzelte Zwecke noch ein Windows auf dem Rechner, um Aufgaben zu erledigen, für die es unter Linux keine brauchbare Alternative gibt.
Konkret in meinem Falle: Videoschnitt jetzt endlich unter Linux (war vor Resolve noch nicht der Fall), für das BluRay-Authoring musste ich aber immer noch zu Windows greifen.
Aber - es gibt ja noch weitere Möglichkeiten: Für Linux ist die Ausführungsschicht "Wine" verfügbar, mit der ich in letzter Zeit große Erfolge erzielte, die paar Nice-to-Have oder Must-Have-Programme, die eben nur für Windows erhältlich sind, nun direkt unter Linux laufen zu lassen. So klappt es seit wenigen Wochen, dass Adobe Encore CS6 einwandfrei unter Linux läuft, bisher ohne Abstürze oder Einschränkungen gegenüber nativer Windows-Installation. Hitfilm werde ich die Tage mal testen. Selbst Resolve lässt sich witzigerweise zumindest installieren, weiter habe ich da noch nicht getestet. Damit laufen -in meinem Falle- inzwischen praktisch alle wichtigen Programme nun auch unter Linux.
Nutzt Du Dualboot, so belasse Deine Festplatten doch einfach auf NTFS, zumindest vorerst. Der Linux-NTFS-Treiber ist zwar nicht ganz identisch mit dem Original, dennoch habe ich in 10 Jahren nur kleinere Schwierigkeiten feststellen können: Während Windows nur optisch die Groß- und Kleinschreibung unterscheidet (Du kannst daher nur EINE Datei anlegen, die denselben Namen wie eine andere tragen würde, der sich nur durch beispielsweise einen Großbuchstaben vom anderen unterscheidet), so macht Linux das sehr wohl (Du kannst 2 Dateien anlegen, die sich nur durch einen oder mehrere Großbuchstaben vom anderen unterscheiden). Unter Linux sind das dann 2 verschiedene Dateien, unter Windows siehst Du vielleicht beide, kannst aber maximal eine davon öffnen.
Ansonsten sollte der Windows-Modus für "schnellen Start" abgeschaltet sein (schon um die SSD zu schonen, da sowieso kein wirklicher Zeitgewinn mehr), da es ansonsten Zugriffsprobleme geben könnte, dass Du beispielsweise nur Leserechte bekommst.
Einfach das Linux-OS auf linux-eigener Partition, beispielsweise ext4, installieren, drumherum kann ja ggf. zunächst NTFS bleiben. Windows kann dann nicht auf die Linux-Partition zugreifen (außer Du nutzt Zusatzprogramme, die das können), umgekehrt aber sehr wohl. Und konvertieren musst Du da nichts, lediglich müsstest Du, wenn Du von NTFS weg willst, die Daten von NTFS zum Linux-Dateisystem Deiner Wahl rüberkopieren.
Beim Dualboot sollte Windows zuerst auf dem PC sein, sonst überschreibt der Windows-Bootloader den Linux-Bootloader. Während Windows sich nicht um Betriebssysteme aus anderen als dem eigenen Haus schert, listet Dir der Linux-Bootloader aber natürlich auch Dein Windows auf.
Das mit Deiner Hardware wundert mich nach wie vor ein wenig. Denn eigentlich ist die Hardwareunterstützung gerade für ältere Hardware unter Linux meist besser als für ganz neue solche. Und wenn unter Windows schon gar kein Treiber mehr zu bekommen ist, weil man zu Win10 wechselte, so läuft die Sache unter Linux meist noch lange gut. Allerdings ist es mit proprietären Treibern der GPUs natürlich dann ähnlich wie Windows - irgendwann wird der Support für ältere Karten eingestellt, dann helfen nur noch die alternativen Treiber, die dann aber möglicherweise nicht alle Funktionen bieten. Aber es gibt eben auch diese Fälle.
Lange Rede - warum gleich ein Umstieg? Auch musst Du Dich in die Arbeits- und Funktionsweise von Linux möglicherweise doch noch ein wenig einarbeiten, da würde ich zumindest vorerst noch beides behalten und dann langfristig schauen, was besser passt. Das erspart Frust und Du verbaust Dir keinen der beiden Wege, wenn Du doch merkst, dass es so für Dich nicht passt... Friedliche Koexistenz und das beste aus beiden Welten nehmen...?!
das Gute ist ja, Du musst Dich ja nicht auf den Standpunkt Entweder-Oder stellen. Ich habe seit Anbeginn meiner Linux-Zeit nach wie vor Dual-Boot mit Windows auf meinen PCs. Zwar starte ich inzwischen zu 98% immer nur Linux, dennoch blieb für vereinzelte Zwecke noch ein Windows auf dem Rechner, um Aufgaben zu erledigen, für die es unter Linux keine brauchbare Alternative gibt.
Konkret in meinem Falle: Videoschnitt jetzt endlich unter Linux (war vor Resolve noch nicht der Fall), für das BluRay-Authoring musste ich aber immer noch zu Windows greifen.
Aber - es gibt ja noch weitere Möglichkeiten: Für Linux ist die Ausführungsschicht "Wine" verfügbar, mit der ich in letzter Zeit große Erfolge erzielte, die paar Nice-to-Have oder Must-Have-Programme, die eben nur für Windows erhältlich sind, nun direkt unter Linux laufen zu lassen. So klappt es seit wenigen Wochen, dass Adobe Encore CS6 einwandfrei unter Linux läuft, bisher ohne Abstürze oder Einschränkungen gegenüber nativer Windows-Installation. Hitfilm werde ich die Tage mal testen. Selbst Resolve lässt sich witzigerweise zumindest installieren, weiter habe ich da noch nicht getestet. Damit laufen -in meinem Falle- inzwischen praktisch alle wichtigen Programme nun auch unter Linux.
Nutzt Du Dualboot, so belasse Deine Festplatten doch einfach auf NTFS, zumindest vorerst. Der Linux-NTFS-Treiber ist zwar nicht ganz identisch mit dem Original, dennoch habe ich in 10 Jahren nur kleinere Schwierigkeiten feststellen können: Während Windows nur optisch die Groß- und Kleinschreibung unterscheidet (Du kannst daher nur EINE Datei anlegen, die denselben Namen wie eine andere tragen würde, der sich nur durch beispielsweise einen Großbuchstaben vom anderen unterscheidet), so macht Linux das sehr wohl (Du kannst 2 Dateien anlegen, die sich nur durch einen oder mehrere Großbuchstaben vom anderen unterscheiden). Unter Linux sind das dann 2 verschiedene Dateien, unter Windows siehst Du vielleicht beide, kannst aber maximal eine davon öffnen.
Ansonsten sollte der Windows-Modus für "schnellen Start" abgeschaltet sein (schon um die SSD zu schonen, da sowieso kein wirklicher Zeitgewinn mehr), da es ansonsten Zugriffsprobleme geben könnte, dass Du beispielsweise nur Leserechte bekommst.
Einfach das Linux-OS auf linux-eigener Partition, beispielsweise ext4, installieren, drumherum kann ja ggf. zunächst NTFS bleiben. Windows kann dann nicht auf die Linux-Partition zugreifen (außer Du nutzt Zusatzprogramme, die das können), umgekehrt aber sehr wohl. Und konvertieren musst Du da nichts, lediglich müsstest Du, wenn Du von NTFS weg willst, die Daten von NTFS zum Linux-Dateisystem Deiner Wahl rüberkopieren.
Beim Dualboot sollte Windows zuerst auf dem PC sein, sonst überschreibt der Windows-Bootloader den Linux-Bootloader. Während Windows sich nicht um Betriebssysteme aus anderen als dem eigenen Haus schert, listet Dir der Linux-Bootloader aber natürlich auch Dein Windows auf.
Das mit Deiner Hardware wundert mich nach wie vor ein wenig. Denn eigentlich ist die Hardwareunterstützung gerade für ältere Hardware unter Linux meist besser als für ganz neue solche. Und wenn unter Windows schon gar kein Treiber mehr zu bekommen ist, weil man zu Win10 wechselte, so läuft die Sache unter Linux meist noch lange gut. Allerdings ist es mit proprietären Treibern der GPUs natürlich dann ähnlich wie Windows - irgendwann wird der Support für ältere Karten eingestellt, dann helfen nur noch die alternativen Treiber, die dann aber möglicherweise nicht alle Funktionen bieten. Aber es gibt eben auch diese Fälle.
Lange Rede - warum gleich ein Umstieg? Auch musst Du Dich in die Arbeits- und Funktionsweise von Linux möglicherweise doch noch ein wenig einarbeiten, da würde ich zumindest vorerst noch beides behalten und dann langfristig schauen, was besser passt. Das erspart Frust und Du verbaust Dir keinen der beiden Wege, wenn Du doch merkst, dass es so für Dich nicht passt... Friedliche Koexistenz und das beste aus beiden Welten nehmen...?!
Video-PC: AMD Ryzen Threadripper 32-Core, 128 GB DDR4, 2x NVidia GeForce GTX1080 Ti 11GB, 1TB NVMe, 2TB SSD, 2x 6 TB WD Black, Resolve Studio 19.1.3 unter LinuxMint 22.1
Allround-PC: AMD Ryzen 9 7900X, 64GB DDR5, NVidia GeForce RTX2070 8GB, Resolve Studio 19.1.3 unter LinuxMint 22.1
Laptop: Acer Aspire A715-51G, 64 GB RAM, NVidia GeForce RTX3050 4GB, Resolve Studio 19.1.3 unter LinuxMint 22.1 / debian 12 (bookworm)
Allround-PC: AMD Ryzen 9 7900X, 64GB DDR5, NVidia GeForce RTX2070 8GB, Resolve Studio 19.1.3 unter LinuxMint 22.1
Laptop: Acer Aspire A715-51G, 64 GB RAM, NVidia GeForce RTX3050 4GB, Resolve Studio 19.1.3 unter LinuxMint 22.1 / debian 12 (bookworm)


