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Hallo,
man hört ja immer wieder, dass das Endergebnis (im Beispiel wird die HD-Auflösung angestrebt) besser ist, wenn 4K-Aufnahmen gemacht werden und diese auf das HD-Format reduziert werden. Angeblich soll die Qualität besser sein, als wenn die Aufnahmen originär in HD gemacht werden.
Hat man dazu in Resolve ein bestimmtes Werkzeug zu verwenden oder entsteht die "Verbesserung" alleine dadurch, dass beim Import auf das Zielformat runterskaliert wird.
Wie muss man hier im Idealfall ansetzen bzw. den Workflow gestalten?
Sollte die Timeline dann die 4K-Auflösung haben und erst beim Rendern auf HD reduziert werden?
Vielleicht kann mich jemand "erleuchten".
Danke und viele Grüße
jacky_smith
Horst Girtew
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Soweit ich das für mich beurteilen kann, liegt die bessere Qualität in der Bearbeitung und deren Möglichkeiten. Zum Beispiel wenn du einen Clip stabilisierst. Hast du einen FullHD Clip, der nachher auch noch ein FullHD-Clip sein soll, dann musst du den im Anschluss vergrößern und verlierst dadurch Qualität. Ohne die Vergrößerung hättest du schwarze, wackelnde Ränder. Hast du einen 4K-Clip, kannst du dir einen FullHD-Bereich rausnehmen und den stabilisieren und hast noch genügend Bildmaterial drumrum und brauchst nichts zu skalieren. Bei der Bearbeitung mit irgendwelchen Trackern oder beim Keyen ist es auch vorteilhaft, wenn die Auflösung höher ist, da kriegt man zum Beispiel Kanten besser hin.
Das setzt natürlich voraus, dass man die ganze Bearbeitung in der hohen Auflösung macht und erst am Ende runterskaliert. Und es kommt natürlich auf das Ausgangsmaterial an. Wenn es am Ende sowieso FullHD werden soll, würde ich RAW-Material auch wenn es nur FullHD ist, irgendwelchen hochkomprimierten 4k-Clips aus nem kleinen Consumer-Camcorder vorziehen.
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@jacky_smith
Nach meinen Erfahrungen trifft es zu, dass die von 4K (=UHD) auf HD herunterkonvertierten Aufnahmen in der Regel
eine bessere sichtbare Bildqualität haben als die HD -Originalaufnahmen. Meines Wissens ist das Herunterkonvertieren im Profibereich tlw. üblich.
Als ich begonnen habe, in 4K (UHD) zu filmen (vor 6 Jahren mit der Sony FDR- AX 100), habe ich das selbst getestet :
Vergleichsaufnahmen mit derselben Kamera, selbes Objekt , Einstellungen etc. identisch einmal in 4K und in HD.
Die 4 K Aufnahmen wurden in HD herunterkonvertiert und mit den Originalaufnahmen in HD verglichen. Die herunterkonvertierten 4K Aufnahmen waren eindeutig kontrastreicher und auch schärfer.
Ich filme seitdem nahezu alles in 4K und bearbeite auch die Aufnahmen in DVR in 4K. Herausgerendert werden die Filme ebenfalls in 4K und nach Bedarf in HD.
RAW - Aufnahmen stehen mir nicht zur Verfügung, sodass ich dazu nichts sagen kann.
DIes evtl. als Anregung.
Herzliche Grüße
berndhl
Win 10, i7 6700k, NVIDIA 1060 , Intensity pro 4K, 32 GB RAM, DVR Studio 16, Edius 8.53Wg
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Verstehe ich das richtig, dass - um bei meinem Beispiel zu bleiben - der gesamte Workflow VOR dem Rendern in der 4K-Auflösung abzuwickeln ist und erst im Render-Tab dann das Herunterkonvertierung auf die HD-Auflösung erfolgt?
Meinst du, es bringt schon etwas, wenn von 5K auf 4K konvertiert wird?
Hinweis: bei meiner Panasonic GH5 gibt es einen Modus mit der Auflösung von 4.992x3.744 der dann auf 3.840x2.160 konvertiert werden soll.
Danke und Gruß
jacky_smith
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Du kannst mit der Zielgröße in der Timeline arbeiten, es wird von der vollen Auflösung skaliert.
Ja, bei einem guten Codec und vernünftigen Datenraten sieht das besser aus. Man muss sich klar machen, dass Photozellen beim Bayer-Pattern gar nicht die volle Auflösung in Pixeln ausnutzen können.
Also: 1080 x 1920 Photozellen bringen keine echte Auflösung von HDTV!
Das so genannte 'Oversampling' ist daher sinnvoll, 20% sind das absolute Minimum für eine gerade noch sichtbare Verbesserung.
- MacBook M1 Pro unter Sonoma 14.8.3
- Resolve und Fusion Studio 20.3.1
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Danke nochmals - auch für die weiteren Infos.
Viele Grüße
jacky_smith
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jacky_smith,'http://www.davinci-resolve-forum.de/index.php?thread/1041-aufl%C3%B6sung-von-4k-nach-hd-vers-aufnahmen-in-hd/&postID=7988#post7988' schrieb:Verstehe ich das richtig, dass - um bei meinem Beispiel zu bleiben - der gesamte Workflow VOR dem Rendern in der 4K-Auflösung abzuwickeln ist und erst im Render-Tab dann das Herunterkonvertierung auf die HD-Auflösung erfolgt?
Genau, Timeline Einstellungen passt man an seine Hardware an, da diese deine Arbeit stark beinflusst. Die Timeline kann jederzeit in der Auflöung verändert werden, nur die FPS sind am Anfang fix vor zu geben.
Ich Arbeite mit einer 1920er Timeline bei 4k RAW Ausgangsmaterial, wenn ich fertig mit allem bin, und Final Rendern möchte setzte ich die Timeline wieder au die Auflösung im Material hoch, und Render dann in der gewünschten aus.
jacky_smith,'http://www.davinci-resolve-forum.de/index.php?thread/1041-aufl%C3%B6sung-von-4k-nach-hd-vers-aufnahmen-in-hd/&postID=7984#post7984' schrieb:Hat man dazu in Resolve ein bestimmtes Werkzeug zu verwenden oder entsteht die "Verbesserung" alleine dadurch, dass beim Import auf das Zielformat runterskaliert wird.
Das wird alles in der Ausgabe eingestellt, dein Rohmaterial bleibt unangetastet.
Liebe Grüße Hans